Therapiebegleithund Amy - Prüfung bestanden!

Wir gratulieren unserer Kollegin Kristin Karger mit ihrer Hündin Amy aus dem Einrichtungsbereich Tagesgruppe herzlich zur bestandenen Therapiebegleithundeprüfung! Für unsere gesamte Einrichtung ist die Ergänzung durch professionelle Arbeit mit Hunden eine Bereicherung! Den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen tut das sooo gut...

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei der Firma Landfuxx/Landhandel Brenzel bedanken, die dieses Projekt durch Leckerli- und Futterspenden regelmässig schon seit langem unterstützt.

 

 

 

Landfuxx Brenzel aus Schenklengsfeld unterstützt uns!

 

Einen Scheck über 500,- € übergab die Marktleiterin Meike Thomas vom Landfuxx Brenzel für unser Projekt "Therapiebegleithund" Ende März 2016 an unsere Mitarbeiterin Kristin Karger mit ihrer Azubi-Therapiehündin Amy. Als Partner vor Ort möchte die Geschäftsleitung des in Oberlengsfeld ansässigen Unternehmens Brenzel zeigen, dass es für die Region und die Kunden vor Ort steht. Kristin Karger und ihre Mischlingshündin Amy freuten sich bei der Übergabe über die großzügige Spende. Es gibt schon einige Ideen für die Verwendung der Spende im Rahmen des Projektes. Herzlichen Dank an das Team vom Landfuxx Brenzel!

 

 

Alaya- aus dem Alltag eines Therapiebegleithundes

 

Zwei kugelrunde braune Augen blicken Janis erwartungsvoll an. Janis hebt -zunächst noch zögerlich- seine kleine Kinderhand und streckt sie dem Hund vorsichtig entgegen. Darauf hat er ein Stückchen Fleischwurst. Das Lieblingsleckerli von Alaya.... Wer hätte gedacht, dass der kleine Janis, der eine riesige Angst vor Hunden hatte, irgendwann seine Scheu verliert und Alaya sogar schon ganz feierlich ein Leckerli reicht...ohne die Hand wegzuziehen!

 

Hier unser Interview mit Anna Solf (Sozialpädagogin) über die Arbeit mit ihrem Therapie-bzw. Pädagogikbegleithund Alaya :

 

Anna, erzähl mal, wie bist Du auf die Idee gekommen, mit Alaya so intensiv zu arbeiten?

Anna: Alaya zeigte eine hohe Lernbereitschaft und schnelle Auffassungsgabe. Dies und die Tatsache, dass sie auf die Kinder in der Tagesgruppe eine beruhigende Wirkung hatte, brachte mich auf die Idee, tiergestützt zu arbeiten und Alaya pädagogisch sinnvoll und gezielt in der Arbeit einzusetzen. So entschied ich mich für die Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam.

 Du bist bei uns im Rahmen  von einzelnen Projekten tätig. Gibt es denn einen anderen Hund in der Tagesgruppe, wenn die Arbeit mit den Kindern dort pädagogisch so unterstützt werden kann?

Ja, mittlerweile macht Kristin mit Amy eine Ausbildung,  ebenfalls aus der Tagesgruppe.

 Alaya war ja oft mit in der Tagesgruppe. Wie lief denn ein Tag dort so ab?

 

Anna: Alaya begleitete den gesamten Tagesgruppenalltag. Sie ging morgens mit mir an die Arbeit. Im Büro hatte sie ihren Schlafplatz, auf den sie sich immer zurückziehen konnte. Während meiner organisatorischen Tätigkeiten am Vormittag schlief sie meist. Mittags, wenn die Kinder aus der Schule kamen, begrüßte sie jedes Kind einzeln. Dabei fiel auf, dass auch die Kinder erst den Hund begrüßen, bevor sie die Betreuer ansprechen.

 

Beim gemeinsamen Mittagessen und bei den Hausaufgaben lag Alaya entweder auf ihrem Schlafplatz oder unter dem Esstisch. Jetzt liegt da Amy....Die Kinder wissen, dass sie in diesen „Ruhezeiten“ den Hund schlafen lassen sollen und nicht ansprechen. Wenn es pädagogisch sinnvoll ist, wird der Hund im Einzelfall zur Hausaufgabenbewältigung unterstützend hinzugenommen.

 Am Nachmittag gehen die Kinder ihren Aktivitäten nach (Fahrrad fahren, basteln, Bauen, etc.). Mit einzelnen Kindern werden Spiele oder Aufgaben mit mir und dem Hund gemacht. Hierbei ist entscheidend, ob alle Beteiligten Interesse und Lust dazu haben. Nicht bei jedem Kind aus der Tagesgruppe erscheint mir und meinen Kollegen der pädagogische Einsatz des Hundes als die sinnvollste pädagogische Interventionsmöglichkeit. Es gibt auch Tage an denen der Hund zwar anwesend ist, aber nicht offensichtlich zum Einsatz kommt. Dann ruhte Alaya viel  oder wir gingen „nur“ mit ihr spazieren.

 

Gibt es denn feste Regeln?

Anna: Ja, klar, es gibt bezüglich des Hundes Regeln in der Tagesgruppe.

 

• Der Hund wird in Ruhe gelassen wenn er schläft, bzw. wenn Mittagessen- und Hausaufgabenzeit ist.

• Niemand macht ohne meine Erlaubnis bzw. Anwesenheit etwas mit dem   Hund (Tricks, Ballspiele, etc.)

• Im Haus wird nicht mit dem Hund Ball gespielt oder getobt.

• Dem Hund wird nicht weh getan (hauen, am Schwanz ziehen, etc.)

• Regelmäßig schaut ein Kind nach frischem Wasser im Hundenapf und der Hund  bekommt nur Leckerlis in Anwesenheit eines Betreuers.

 

Gibt es hinsichtlich des Einhaltens der Regeln einen Unterschied?

Anna: Anders als bei den anderen Regeln in der Gruppenarbeit werden diese grundsätzlich und mit Selbstverständlichkeit von den Kindern eingehalten.

 

 Du arbeitest ja jetzt schon einige Zeit mit Alaya , bei welchen Auffälligkeiten ist der Therapiebegleithund-Einsatz Deiner Meinung nach sinnvoll?

Anna: Immer wieder arbeite ich mit Alaya unterstützend mit  Kindern, die folgende Auffälligkeiten bzw. emotionale Störungen haben:

-Angstverhalten bei jeglichem Unbekannten, z.B. Keller, Fahrstühle, Spaziergänge, Hunde, Spinnen, Müll wegbringen....

-Kinder mit Missbrauchserfahrung

 -zwanghafte Verhaltensweisen und daraus entstehende Stress- und Anspannungssituationen

 - Motivationsloses und zurückgezogenes Verhalten bei jeglichen Aktivitäten (Spiele, Basteln, Dienste erledigen, Hausaufgaben, etc.)

-Lernschwierigkeiten im Bereich Logik und Verknüpfung.

 

Wo bist Du aktuell mit Alaya  im Einsatz?

Anna: Derzeit bin ich im Rahmen von Einzelprojekten  an der Grundschule in Schenklengsfeld tätig.

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Unterstützer

 

Landhandel/Landfuxx Brenzel in Schenklengsfeld sorgt für die Leckerli-Versorgung unserer Therapiebegleithunde.